Prof. Dr. med.
Johannes Hierholzer

Chefarzt der Diagnostischen und Interventionellen Radiologie

Klinikum Ernst-von-Bergmann
Charlottenstrasse 72
14467 Potsdam

Tel.: 0331 – 241 6702
FAX: 0331 – 241 6700
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Für wen ist die Vertebroplastie geeignet?

Das Verfahren ist für bestimmte Patienten mit Osteoporose oder Tumorerkrankungen geeignet.
Diese Behandlungsmethode hat sich für die Behandlung sehr starker Rückenschmerzen bei Osteoporose und Tumorerkrankungen bewährt.

 

Vertebroplastie bei Osteoporose

 

Starke Rückenschmerzen gehören zu den häufigsten Beschwerden, über die Patienten bei Osteoporose klagen.
Diese Schmerzen sind durch zunächst sehr kleine, später dann aber auch durch grössere und im Röntgenbild erkennbare Knochenbrüche bedingt.
Diese führen zu einer Verformung des einzelnen Wirbelkörpers und schliesslich auch zu einer Verformung der gesamten Wirbelsäule (Witwenbuckel).

In der Regel soll bei Patienten mit solchen Rückenschmerzen zunächst abgewartet werden, ob es dem Körper gelingt, genug eigene Knochensubstanz wieder aufzubauen , um den Knochenbruch zu verschliessen (mit unterstützender Schmerzmedikation und Bettruhe).
Die Alternative der „Selbstheilung“ ist gerade bei osteoporotisch bedingten Wirbelkörperfrakturen sehr eingeschränkt.
Sollte dies nicht eintreten, kann die Vertebroplastie angewandt werden.

Ein weiterer Vorteil ist die nach der Intervention sofortige Mobilisation der Patienten.
Hiermit sinkt  die allgemeine Thrombose- / Emboliegefahr und die Immobilisation (wie z.B. Muskelabbau etc.) gerade älterer Patienten.

Die Behandlung der Schmerzen  durch dieses Verfahren ersetzt in keiner Weise die Therapie  der zugrunde liegenden Osteoporose.

 

Vertebroplastie bei Tumorerkrankungen

 

Bei bestimmten Tumorerkrankungen kann es zu einem Befall der Knochen kommen und zu einem lokalen Verlust der Knochenstruktur.
Durch diesen Knochenverlust kann es, wie bei der Osteoporose (s.o.), zu sehr starken Rückenschmerzen bzw. Knochenschmerzen  kommen.
Auch ist oft die einzelne Stabilität des Wirbelkörpers oder befallenen Knochens gefährdet.
In diesem Fällen kann die Vertebroplastie (bzw. Osteoplastie) geeignet sein, die Schmerzen zu lindern und eine erneute Stabilität zu geben.
 
Die Behandlung der Schmerzen durch diese Verfahren ersetzt in keiner Weise die Behandlung der zugrunde liegenden Erkrankung und kann begleitend zu einer Chemo- und /oder Strahlentherapie durchgeführt werden.

 

Bitte sprechen Sie mit ihrem behandelnden Arzt bzw. Ärztin oder setzten Sie sich mit uns in Verbindung.
 
   

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