Prof. Dr. med.
Johannes Hierholzer

Chefarzt der Diagnostischen und Interventionellen Radiologie

Klinikum Ernst-von-Bergmann
Charlottenstrasse 72
14467 Potsdam

Tel.: 0331 – 241 6702
FAX: 0331 – 241 6700
Email: jhierholzer@klinikumevb.de
Impressum
Kontakt

Ausblick

Neu eingeführte therapeutische Maßnahmen zur Schmerzbehandlung müssen an ihrer Wirksamkeit und an den Ergebnissen der etablierten Methoden gemessen werden. Daher muss gefordert werden, die ausgezeichneten klinischen Ergebnisse der perkutanen Vertebroplastie durch kontrollierte, randomisierte Studien auch wissenschaftlich und statistisch belegbar zu verifizieren. Eine prospektive Multicenter-Studie ist zurzeit in Deutschland in Vorbereitung. . Im Vorgriff auf diese wissenschaftliche Bestätigung besteht besonders in den USA die Bestrebung, das Indikationsspektrum für die Vertebroplastie um die Indikationen der Behandlung frischer traumatischer Frakturen einerseits und die prophylaktsiche Behandlung gefährdeter Wirbelkörper andererseits zu erweitern (26).
Die Möglichkeit, durch MRT die Frakturgefährdung eines Wirbelkörpers vorhersagen zu können, gewinnt dabei eine besondere Bedeutung (23). Als Weiterentwicklung der Vertebroplastie kann die Kyphoplastie angesehen werden (18, 25). Hierbei wird bei osteoporotischer Wirbelkörpersinterung der Wirbelkörper zunächst mit Hilfe eines Ballonkatheters aufgerichtet und dann mit Knochenzement aufgefüllt. Dies soll, neben der Schmerzlinderung auch zu einer Aufrichtung der Wirbelsäule und zu einer Begradigung der kyphotischen Fehlstellung führen. Erste klinische Studien laufen hier bereits (25).

Quelle: J. Hierholzer et al. - Die perkutane Vertebroplastie - Dtsch Med Wochenschr 2003; 128: 673-676 - Georg Thieme Verlag Stuttgart

179720 visits179720 visits179720 visits179720 visits179720 visits179720 visits